Birmingham

am letzten Freitag machten Natalie und ich mich auf den Weg nach Birmingham. Während der ganzen Zugfahrt führten wir tiefgreifende Gespräche, die jedoch hin und wieder durch Albernheiten (sie winkte den Leuten im vorbeifahrenden Zug) unterbrochen wurden.

Unser Hostel, das Birmingham Central Backpackers, war nicht ganz so zentral gelegen, wie wir dachten. Aber trotzdem ist es eines der besten Hostels, in dem ich untergekommen bin: Der Staff war sehr nett, es gab eine Bar, kostenloses WiFi und sowohl Frühstück als auch Abendessen. Außerdem war es sehr gemütlich eingerichtet.
Nachdem wir uns also frisch gemacht und eine große Portion Pasta verschlungen hatten, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Im Shakespeare, der erste Pub, den wir sahen, gabs noch ein Guinnes fürs Küken und einen Bacardi für mich und danach ging es (über die Schnellstraße) in die Broad Street. Wir kamen uns ein bisschen vor wie auf dem Straßenstrich, da wir, im Vergleich zu all den anderen Mädels, Kleidung trugen..
Nach einer Runde mit dem Riesenrad (die Aussicht war nicht sehr spektakulär, aber es hat dennoch Spaß gemacht) fanden wir zwischen den ganzen Clubs endlich ein Pub. Zu lästern gab es genug und um 1 Uhr wurden wir rausgeworfen.
Auf dem Heimweg liefen wir beim Subway vorbei, aber die Schweine hatten den Laden geschlossen und das Schild mit den Öffnungszeiten (auf dem stand, dass es bis 3 a.m. offen hat) entfernt…

Am Samstag fuhren wir nach Stratford-upon-Avon. Ein sehr niedliches Städtchen.

Wir gingen zu Shakespeare’s Birthplace und besichtigten so ziemlich alles, was es zu sehen gab.

Mit dem Wetter hatten wir auch Glück (wenn Engel reisen…). Am späten Mittag gab es cheesy chips im Pub (dieses mal ohne Bier) und danach ging es auf dem Trampelpfad zu Anne Hathaway’s Cottage.
Nachdem es jedoch zu schütten begann, machten wir uns auf den Rückweg und kamen durchnässt in Birmingham an. Gut, dass es im Hostel einen Kamin gab 😉 Als unsere Schuhe wieder trocken waren, schlüpften wir hinein und zogen mit Verena und Dinah, zwei Mädels die ebenfalls im Hostel waren, los. Im Mäkkes wurde eine Grundlage geschaffen, dann ging es wieder ins Kneipenviertel und zwei neue Pubs wurden von innen besichtigt.
Den Sonntag nutzen wir, um uns schließlich Birmingham (bei Tag) anzusehen. Wir waren beide der Meinung, dass wir (zum Glück) nicht in shopping-Laune sind. 15 Minuten später waren wir in einem fitting room und um ein outfit reicher. Danach schafften wir es endlich, durch die Stadt zu laufen. Sehr viel Sehenswertes fanden wir jedoch nicht- die Stadt gefiel uns nicht besonders. Aber dann stießen wir zufällig auf den Kanal und fühlten uns wie in Venedig.

Auf dem Boot (auf obigem Foto rechts zu sehen) aßen wir Reis mit Curry zu Mittag bevor die Stadttour weiter ging. Am Nachmittag war unser letztes Ziel die Cathedral Church of St Philip.

Nachdem wir beim Betreten freundlich gefragt wurden, ob wir den Gottesdienst, welcher in 10 Minuten beginnen sollte, besuchen möchten, willigten wir ein. Wir waren ein bisschen verwirrt, weil eine Priesterin (oder so ähnlich) die Begrüßung sowie Gebete sprach, diese aber die katholische Kirche anpriesen. Nala machte zwischendurch ein kleines Nickerchen (wer schläft, sündigt nicht- auch nicht in der Kirche), aber nachdem die Messdiener bzw. die Chorjungen mehr mit Lachen als mit Singen beschäftigt waren, wird das nicht weiter schlimm gewesen sein.
Wir gingen zum Hostel zurück, tranken noch ein Bierchen und liefen zum Bahnhof. Als ich dort einen Ditsch sah, tätigte ich gleich mal einen Impulskauf und führte mir eine Salami- Pizzazunge zu Gemüte. Eigentlich hatte ich gar keinen Hunger und wollte daheim essen. Nachdem aber unser Zug Verspätung hatte und wir nach fünf Zügen, einem Taxi und Stunden später erst wieder daheim ankam, war das genau richtig. Den ganzen Hick-Hack hätte ich sonst womöglich nicht ertragen…

Fazit:
Birmingham: eine Industriestadt, der ich eher eine durchschnittliche Note aus der Sehenswürdigkeits-Skala geben würde. Viel zu sehen gibt es nicht, aber der Kanal ist extrem schön. Wer Nachts gern unterwegs ist, hat ebenfalls viele Möglichkeiten.
Statford-upon-Avon: Eine sehr niedliche Stadt, die eine Tagestour wert ist. Auch, wenn es „likely“ ist, dass Shakespear dort „probably“ geboren wurde und an den Touris viel Geld verdient wird, macht es Spaß durch die Straßen zu schlendern.

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