Don’t mess around with Tanky!

Revenge is a dish best served cold…. über ein Jahr habe ich auf diesen Tag gewartet. Geplant war es nicht- jedenfalls nicht explizit. Ich habe es mir nur schon so oft in meinen Gedanken ausgemalt…

Gut, dass in meinem Gedächtnis, welches in vielerlei Hinsicht einem Sieb ähnelt, doch so manche Sachen hängen bleiben. Zum Beispiel Adressen.. eine gab ich heute ins Navi ein und fuhr los.
Je näher ich meinem Ziel kam, desto öfter musste ich grinsen. Es war wohl die Vorfreude. Dabei wusste ich noch gar nicht, ob „mein Plan“ funktionieren würde, da ich keinerlei Informationen besaß. Als ich in die Zielstraße einbog und sein Auto sah, schlug mein Herz höher. Die Chancen standen gut. Ich wendete und parkte das Auto (in Fluchtrichtung) an der nächsten Ecke.
Dass er in die Einliegerwohnung seines Elternhauses ziehen wollte, wusste ich. Sein Name stand ganz unten an der Klingel, welche ich drückte und die einen sehr altmodischen und hässlichen Ton von sich gab. Ein älterer Herr machte auf.
„Hallo, ich wollte zu T.“ sagte ich bloß…. mir wurde freundlich erklärt, dass ich ums Haus laufen müsste und seitlich klingeln sollte.. auch gut. Gesagt, getan. Die nächste Klingel wurde gedrückt, dieses mal gab es nicht nur einen noch grässlicheren Ton, sondern auch ein komisches blaues Licht, von welchem ich mich beobachtet fühlte..
„Hallo, wer ist da?“ ertönte es.. ich nannte zwar meinen Namen, aber der Vater (ich vermute mal, dass es es war) wusste, wie man die Türe aufbrachte und wies mich noch freundlich darauf hin, dass ich die Treppe runter laufen müsste und dann links der Eingang wäre (Quizfrage: Hätte er das auch gemacht, wenn er gewusst hätte, warum ich gekommen bin?).
Da stand er nun und schaute fragend. Selbst in seiner grauen Jogginghose sah er verdammt gut aus. Ich war nervös. Aber ich lächelte. „Hallo T, kennst du mich noch“ fragte ich. „Ja klar“, kam aus seinem süß strahlenden Gesicht zurück. Ich ging noch einen Schritt auf ihn zu und stand auf der letzten Stufe, als noch über ihm, hörte auf zu lächeln, holte aus und traf seine Backe. „Arschloch“, sagte ich nur noch, drehte mich um und lief zurück, ohne mich umzudrehen. Die Haustüre habe ich wieder zurück ins Schloss fallen hören. Schnellen Schrittes ging ich zurück zu meinem Auto- das Navi hatte ich schon vorher wieder auf meine Unterkunft gestellt (Vorbereitung ist alles!).
Nach vollbrachter Mission verspürte ich ein wenig Genugtuung, aber ich ärgerte mich, dass ich nicht wirklich fest zugeschlagen habe (ich war zu nervös!). Außerdem schwirren nun viele Fragen in meinem Kopf herum. Hat er mich wirklich wieder erkannt? Hat er verstanden, warum ich gekommen bin? Denkt er darüber nach, was er damals getan hat? Weiß er, wie sehr er mich verletzt hat? Ist es ihm egal? Wird er sich melden? Fragen über Fragen- aber im Grunde kann es mir egal sein.. für mich ist die Sache hiermit erledigt.

2 Reaktionen zu “Don’t mess around with Tanky!”

  1. DayLight

    Well done 😉

  2. Schnegge

    Respekt, hast es voll durchgezogen 🙂

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