was für eine Nacht

Eigentlich wollte ich das Wochenende ruhig angehen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wobei- eigentlich hätte ich wissen müssen, wie der Abend endet, denn mit den Gebrüdern Faseltov ist es immer enorm lustig…

Ob ich mit ins Kino gehe und anschließend aufs Boot mitkomme, wurde ich gefragt. Der große Kinogänger bin ich im Grunde nicht und an AVATAR hat mich wenn dann nur die Tatsache gereizt, dass der Film in 3D ist. Aber wenn die „richtigen Leute“ fragen bin ich manchmal einfach zu leicht „rumzukriegen“.
Wir trafen uns um 22 Uhr vorm Kinopalast und holten die vorbestellten Karten ab. Damit der Film während der langen Spielzeit nicht zu langweilig wird, tranken wir vorsichtshalber auf dem Boot noch schnell je zwei Kurze und einen Long Drink.
Bei der „Party- Esso“ bekamen wir kein Bier, da wir keine „Reisenden“ waren. Auch das Vorzeigen eines Persos mit fremdem Wohnsitz half nicht, denn wir hatten kein Auto (die Logik der Stadt, welche den Beschluss erlassen hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen). Mit ein wenig weiblichem Charme fand sich jedoch schnell ein netter Herr, der den Jungs ihr geliebtes Bier kaufte. Ich kam mir vor wie eine 15- jährige, die noch kein Bier kaufen darf o_0
Der Film war entgegen meiner Erwartung wirklich gut (wobei das bei gar keiner Erwartung nicht schwer ist *g*). Meine Jungs fanden ihn wohl nicht so gut und legten (auch wegen des Bierkonsums) ein paar Pausen ein 😉
Als der Film zu Ende war gingen wir wieder zurück aufs Boot, wo mich meine Kolleginnen schon sehnsüchtig erwarteten. An der Bar konnten wir uns gleich einen Platz ergattern, den wir lange nicht wieder hergaben. Da 90er liefen, grölten wir die Texte mit, was mein Hals heute noch spürt..
Es wurde getrunken, getanzt, gelacht und geredet. Die Stimmung war sehr gut.
Als zu fortgeschrittener Stunde bzw. am frühen Morgen der Hunger kam und ich mich schon fast mit einem Türsteher angelegt habe, der mich angepflaumt hat, was ich in der Kombüse zu suchen habe (wenn die Tür nicht abgeschlossen ist, kann ich doch nicht wissen, dass die zu hat, du hirnamputierter!), beschlossen wir zum Brandstetter zu gehen und zu frühstücken. Gesagt, getan, wobei sich der Weg dorthin auch wieder zog und von pöbelnden maximalpigmentierten und blutverschmierten Streitsüchtigen ebenfalls genutzt wurde.
Das Frühstück mundete, die Kellnerin war nicht so der Brüller und der Taxifahrer fuhr schlimmer wilder als ich (und das will was heißen).
Um 7 Uhr morgens daheim angekommen ging ich auf direktem Wege ins Bett, in welchem ich auch bis zum Mittag verweilte. Mir war schlecht und ein Schluck aus der kohlensäurehaltigen Wasserflasche machte es nicht besser. Im Gegenteil- mein Bett wurde zum Karussell (ob meine nächste Anschaffung wirklich ein Wasserbett wird muss ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen). Schließlich quälte ich mich doch aus den Federn und nahm eine heiße Dusche. Zu meiner Mutter bin ich dann gelaufen, denn ans Steuer wollte ich mich nicht setzten…
Obwohl es mir zwischenzeitlich recht gut ging fühle ich mich mittlerweile wieder total scheiße. Hals tut weh, müde bin ich auch, alles plöt!
Aber: Ich bereue nichts! War ein geiler Abend und wenn ich nicht dabei gewesen wäre, würde ich mich jetzt ärgern (auch, wenn es mir dann wahrscheinlich besser ginge).

Eine Reaktion zu “was für eine Nacht”

  1. Jonas

    Hi Tanky,

    es gibt einen Beschluss, dass Bier an der Esso nur an Reisende verkauft werden darf? Gabs da früher zuviele Rangeleien wegen Alkohol oder was ist der Grund dafür?

    Grüße,
    Jonas

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