Straßburg- Klappe die erste
Karatelehrgang in Straßburg bei RH, dem Sensei vom Sensei, was soll ich berichten… wo soll ich anfangen?
Der Lehrgang war multilingual in deutsch und französisch gehalten und sehr lehrreich, auch wenn wir uns nicht so viel bewegt haben, weil wir so viel erzählt bekommen haben und mir deswegen kalt war ^^
Der Höhepunkt für unser Dojo war aber wieder der Aufenthalt im Hotel ^^ O.
Wahnsinn, dieser Laden: Hotel, Metzgerei und Post zusammen! Respekt!
Jedenfalls dachte ich mir, dass ich auch mal andere auf meiner Seite zu Wort kommen lasse, damit nicht immer die gleichen Leute das gleiche Labern… ![]()
Bitteschön
„Wir waren in großer Besetzung (oder Besatzung?) dort, neben Franz, Stefan, Stefan und Claudia auch die Geli mit Monika, Benjamin, Erika, Theresa sowie Dietmar.
Auf vielfachen Wunsch einiger der Teilnehmer (man kann ohne Übertreibung sagen, dass es die Mehrzahl war) nächtigten wir wieder mal im bekannten Hotel O., wo wir die billigeren Zimmer der schlechteren Kategorie genommen haben (die anderen sind von Fachleuten renoviert und daher langweilig).
Da wir soviele waren, stand uns eine ganze Zimmerflucht im Dachgeschoß zur Verfügung. Zwar gelang es uns nicht, das einsame, nicht angeschlossene Klo auf der Terrasse wiederzufinden (das Haus ist eigentlich nur mit dem Labyrinth des Minotaurus zu vergleichen), doch entdeckten wir das berühmte, schlecht gesicherte Glasoberlicht, Dachfenster mit kleinen Vordächern, ein platzsparend gebautes Badezimmer, wo man den Verzug hatte, auf dem Klo thronend und- falls das Geschäft doch zu ermüdend wurde- den Kopf an der Wand gegenüber anzulehnen, die Badezimmer im Obergerschoß, die ebenfalls sehr platzausnutzend eingebaut waren mit geräumigen Badewannen unter der Dachschräge (der Sensei Franz hätte gerne ein verhältnismäßig stilechtes Ofuro genommen, doch hätte er sich eigentlich nur mit einer völlig waagrechten Flanke in die Wanne begeben können), künstlerisch angepinselte Wandpaneele, die Zierate im Frühstücksraum (wir erinnern uns: ehemaliges Schlachthaus, wo die Seelen der gemeuchelten Viecher wahrscheinlich noch herumirren) mit vielen Steckdosen an raffinierten Stellen (z.B. über Fenstern, unter Fenstern, zwischen Fenstern, und auch daneben), verschiedene Vorhangstangen und viele Raffinessen mehr. Unsere Frau, die bei einer bekannten deutschen Kaffeefirma arbeitet (da wir, im Gegensatz zum öffentlich- rechtlichen Fernsehen, hier Schleichwerbung vermeiden, weil wir eh nix dafür kriegen würden, nennen wir den Namen nicht, doch beginnt er definitiv nicht mir „J“), geruhte, den Kaffee halbwegs billigend (in Ermangelung der guten Hausmarke) zu trinken, aber immerhin gibt es ja im O. ein etwas reichhaltigeres Buffet als im Hotel E., und vor allem ist es geruhsamer dort.
Wir wollen in diesem Kontext natürlich nicht vergessen zu erwähnen, daß wir auch Karate übten (die Nacht war sowieso ewig kurz gewesen), dabei vor allem Tengu- Kata und Tanbo (der 60cm Stock) sowie Bokken, was Bock machte; außerdem übten wir die Kata Meikyo, und die alten Kata Happoren und die Rokkishu. Am Abend gab es eine Vorführung vom Sensei Habersetzer ganz elegant im blauem Hakama zusammen mit den Experten Jacques und Alex, einer mit einer Holzpistole une einer mit Tanbo. Sie führten die verschiedenen Tengu- Kata vor. Danach war noch Gürtelprüfung von Teilnehmern, die von weit angereist waren, nämlich aus Orenburg und aus Québec. Der 5. Dan- Anwärter aus Orenburg zeigte verschiedene Varianten der Bassai- Dai mit Anwendungen (irgendwie sahen fast alle gleich aus), die (Franco-) Kanadier machten den 4. Dan, den sie eigentlich schon hatten, aber sie wollten es halt genau wissen, ob das Niwoh dem CRB angemessen war (es war). Der Wolfgang aus Kahl machte den 5. Dan trotz gebrochener Hand (ist ja fast schon ein Würzburger und daher auch kein Weichei) und zeigte sehr schöne Kumite- Kata mit der Silvia, die wo seine Frau ist.
Der Sigi aus Inglostadt machte den 4. Dan in Kubudo mit Trainingspartner Peter und Richard. Es war dann sehr interessant, aber dann doch elend spät, so daß wir zu tun hatten, wenigsten ein bißchen Weizen zu trinken und wir trotz der großen Besetzung mich Ach und Krach ein Kästchen schafften (manche schwächelten halt etwas).
Wor allem aber lernten wir ein schönes neues Fremdwort für unsere Sammlung: Oxymoron, was auf Deutsch „das Scharfdumme“ bedeutet, nämlich die Zusammenstellung einander widersprechender Begriffe, z.B. Eile mit Weile.“
Auszug von C.v.C
